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Historischer Arbeitskreis
in Ahrensburg
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Eine der wesentlichen Einnahmequellen des Grafen H. C. Schimmelmann bildete der Dreieckshandel. Aus dem Erlös konnte er seinen Sommerwohnsitz, das Schloss sowie das Gut Ahrensburg und die Planung und Umgestaltung des Dorfes Woldenhorn als barocken Residenzort finanzieren. Der transatlantische Dreieckshandel entwickelte sich im 18. Jahrhundert äußerst profitabel. Das eingesetzte Kapital erbrachte in Amerika eine Verzinsung von bis zu 15 % . In Europa erzielte man damals lediglich eine Verzinsung von 4 - 6 %. In EUROPA begann die Route des Warenaustauschs in Kopenhagen oder im damals dänischen Altona. Es wurden Flinten, Pulver, Haumesser, Baumwollerzeugnisse, Branntwein und landwirtschaftliche Produkte von den schimmelmannschen Gütern und aus seinen Fabriken auf die Reise geschickt. In AFRIKA war der erste Anlaufhafen die dänische Stützpunktkolonie Fort Christiansborg im heutigen Ghana. Man tauschte die Waren gegen Sklaven. Die Sklaven transportierte man zur Arbeit auf die Plantagen der drei dänischen Inselkolonien St.Thomas, St Croix und St. Jan in der Karibik. In der KARIBIK wurden die Sklaven auf Auktionen verkauft. Zurück nach EUROPA transportierten die Schiffe: Rohrzucker, Rum, Kaffee, Indigo, Gewürze, Tabak, Edelhölzer, Baumwolle etc. In der „Königliche Dänisch-Westindisch-Guineische-Compagnie“ in Kopenhagen war H. C. Schimmelmann Großaktionär. H. C. Schimmelmann war Schatzmeister in Dänemark und gleichzeitig Kaufmann, Bankier, Gutsherr, Fabrikant und Partenreeder, d.h. Anteilseigner von 14 Schiffen. Die Schiffe trugen die Namen seiner Familienangehörigen. Das Reedereimanagement lag in Händen des dän. Großkaufmanns Frederick de Coninck, mit Sitz in Kopenhagen.. H. C. Schimmelmann besaß in Kopenhagen die größte Zuckerraffinerie in Nordeuropa. Die Jahresproduktion betrug bis zu 18.000 to. In Hellebaek auf Seeland, nördlich von Kopenhagen, besaß er eine Gewehrfabrik. Im damals dänischen Wandsbek bei Hamburg hatte er eine Baumwollfabrikation sowie eine Branntweinbrennerei mit einem wöchentlichen Ausstoß von 1000 Litern. Die landwirtschaftlichen Produkte für den Export wurden auf seinen Gütern in Lindenborg, Wandsbek und Ahrensburg erzeugt.
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