Historischer Arbeitskreis

in Ahrensburg  

Die Rantzaus in Ahrensburg

Die Grafen v. Schimmelmann

Die Nachkommen 

des Schatzmeisters

Schlösser, Stadtpalais

und ein Mausoleum

Dreieckshandel

Die Schimmelmannschen

Plantagen in der Karibik

H.C. Schimmelmann und

sein "Weißes Gold"

Der Schimmelmannsche  

Wirtschaftskreislauf

H.C. Schimmelmann

in seiner Zeit

Der letzte Schimmelmann

verlässt Ahrensburg

Hans Schadendorff

Alfred Rust 

    Geschichte des Gutshofs

    Geschichte des Marstalls

 

DREIECKSHANDEL

Eine der wesentlichen Einnahmequellen des Grafen H. C. Schimmelmann bildete der Dreieckshandel. Aus dem Erlös konnte er seinen Sommerwohnsitz, das Schloss sowie das Gut Ahrensburg und die Planung und Umgestaltung des Dorfes Woldenhorn als barocken Residenzort finanzieren.

Der transatlantische Dreieckshandel entwickelte sich im 18. Jahrhundert äußerst profitabel. Das eingesetzte Kapital erbrachte in Amerika eine Verzinsung von bis zu  15 % . In Europa erzielte man damals lediglich eine Verzinsung von 4 - 6 %.

In EUROPA begann die Route des Warenaustauschs in Kopenhagen oder im damals dänischen Altona. Es wurden Flinten, Pulver, Haumesser, Baumwollerzeugnisse, Branntwein und landwirtschaftliche Produkte von den schimmelmannschen Gütern und aus seinen Fabriken auf die Reise geschickt.

In AFRIKA war der erste Anlaufhafen die dänische Stützpunktkolonie Fort Christiansborg im heutigen Ghana. Man tauschte die Waren gegen Sklaven. Die Sklaven transportierte man zur  Arbeit auf die Plantagen der drei dänischen Inselkolonien St.Thomas, St Croix und St. Jan in der Karibik.

In der KARIBIK wurden die Sklaven auf Auktionen verkauft. 

Zurück nach EUROPA transportierten die Schiffe: Rohrzucker, Rum, Kaffee, Indigo, Gewür­ze,  Tabak, Edelhölzer, Baumwolle etc.

In der „Königliche Dänisch-Westindisch-Guineische-Compagnie“ in Kopenhagen war H. C. Schimmelmann Großaktionär.

H. C. Schimmelmann war  Schatzmeister in Dänemark und gleichzeitig Kaufmann, Bankier, Gutsherr, Fabrikant und Partenreeder, d.h. Anteilseigner von 14 Schiffen. Die Schiffe trugen die Namen seiner Familienangehörigen. Das Reedereimanagement lag in Händen des dän. Großkaufmanns Frederick de Coninck, mit Sitz in Kopenhagen..

H. C. Schimmelmann besaß in Kopenhagen die größte Zuckerraffinerie in Nordeuropa. Die Jahresproduktion betrug bis zu 18.000 to. In Hellebaek auf Seeland, nördlich von Kopenhagen, besaß er eine Gewehrfabrik. Im damals dänischen Wandsbek bei Hamburg hatte er eine Baumwollfabrikation sowie eine Branntweinbrennerei mit einem wöchentlichen Ausstoß von 1000 Litern. Die landwirtschaftlichen Produkte für den Export wurden auf seinen Gütern in Lindenborg, Wandsbek und Ahrensburg erzeugt.                     

 

 

Peter Raasch

© Historischer Arbeitskreis Ahrensburg

Januar 2007 

Ergänzungen zur Tafel 3

im Schloss Ahrensburg 

 

 

Quellen / Literatur:

Reichsarchiv Kopenhagen

Landesarchiv Schleswig

H u. S Museum Helsingör

C. Degn: Die Schimmelmanns

im atlantischen Dreieckshandel

 

Die Tafelbilder und Ergänzungstexte können in einer DIN A4 Info-Mappe für 8,- € im Schloss Ahrensburg erworben werden.