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Historischer Arbeitskreis
in Ahrensburg
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DIE SCHIMMELMANNSCHENPLANTAGEN IN DER KARIBIK
Heinrich Carl Schimmelmann war der größte Plantagenbesitzer auf den drei Inseln. Ihm gehörten dort vier Zuckerrohrplantagen in der Größe zwischen 55 - 275 ha. Im Jahre 1767 arbeiteten auf der Plantage „Grande Princesse“ (St. Croix) 407 Sklaven. Auf „La Grange“ (St. Croix) waren es 290 Sklaven. Die Plantage „Carolina“ auf St. Jan wurde mit 183 Sklaven bewirtschaftet. Auf der Insel St. Thomas waren auf der „Compagnies Plantage“ 50 Sklaven eingesetzt. In der Zeit von 1773 bis 1782 befanden sich zwischen 974 und 1028 Sklaven auf den vier Plantagen. Die Sklaven wurden vorwiegend im Anbau von Zuckerrohr und dessen Weiterverarbeitung zu Rohzucker und dem Abfallprodukt Rum eingesetzt. Auf den Plantagen sorgte die Herrnhuter Brüdergemeine für den sonntäglichen Gottesdienst, sowie für Taufen, Eheschließungen und Beerdigungen. Darüber hinaus bauten sie Schulen und sorgten für eine christliche Erziehung. H. C. Schimmelmann setzte seinen Neffen, Heinrich Ludwig v. Schimmelmann, als Inspektor auf seinen Plantagen in Westindien ein. Später wurde Heinrich Ludwig Generalgouverneur für ganz Dänisch - Westindien. Der älteste Sohn von Heinrich Carl Schimmelmann, Graf Ernst Heinrich von Schimmelmann war Abolitionist (Anhänger der Sklavenbefreiungsbewegung). Er setzte sich zwischen 1792 und 1803 in seiner Funktion als dänischer Commerzminister für die Abschaffung des Sklavenhandels ein. Zeitgenossen feierten seine Verordnungen als großen humanitären Erfolg der aufgeklärten dänischen Reformpolitik. Im Jahre 1819 wurde dann das bei den Schwarzen so verhasste Arbeitsgesetz im dänischen Gesamtstaat aufgehoben. Graf Friedrich Joseph von Schimmelmann, Sohn von Heinrich Carl Schimmelmann, hob 1788 die Leibeigenschaft in Ahrensburg auf. Ein Gedenkstein im Schlosspark erinnert daran.
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