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Historischer Arbeitskreis
in Ahrensburg
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DER LETZTE SCHIMMELMANN VERLÄSST AHRENSBURG
DAS WEITERE SCHICKSAL DES SCHLOSSES Die Ländereien ließen sich relativ gut verkaufen oder verpachten, allein das Schloss wollte niemand. Es wurde vielen angeboten, u. a. auch dem Bischof von Osnabrück, der dort spanische Jesuiten unterbringen wollte. Schlimmer stand es um das wertvolle Schlossinventar. Hiervon war bereits 1927 bei einer Auktion einiges versteigert worden, und jetzt drohte der völlige Ausverkauf. Es ist dem Dipl. Ing. Hans Schadendorff und dem damaligen Gemeindevorsteher Hugo Schilling zu verdanken, dass sie ihren Einfluss bei der Kreisverwaltung einsetzten, damit diese half, die Schätze zu sichern. Mit finanzieller Unterstützung der Kreissparkasse war es möglich, Kunstwerke zurückzukaufen. So gelang es Hans Schadendorff bereits am 25.12.1932, eine erste Heimatkundliche Ausstellung im Schloss zu eröffnen. Hans Schadendorff hatte sich bereits 1930 um das Gutsarchiv verdient gemacht, als er verhinderte, dass die Gräfin Doris Schimmelmann diese Akten verbrannte. 1935 überzeugte er die Kreissparkasse, nach dem Inventar auch das Schloss und den Park zu kaufen. Das Schloss wurde ein Museum. 1938 wurde der Schlossverein gegründet, Land, Kreis, Gemeinde und Sparkasse wurden Gründungsmitglieder. Unmittelbar danach setzte eine Grundüberholung ein, und es gelang, weitere, wertvolle Inventarstücke für das Museum zu gewinnen. Bis 1941 konnte der Museumsbetrieb aufrecht erhalten werden, auch wenn sein Direktor, Hans Schadendorff, zum Militärdienst eingezogen war. Ende 1941 mussten Teile des Inventars ausgelagert werden, sie wurden u. a. im Schloss Tralau untergebracht. DIE KRIEGS- UND NACHKRIEGSZEIT 1942 wurde das Schloss aus Luftschutzgründen mit Tarnmatten verhängt. Von 1943 bis 1944 war das Gebäude kurzzeitig Lazarett und 1944 Deutsche Seewarte. Am 3. Mai 1945 rollten die englischen Truppen in Ahrensburg ein. Das Schloss wurde Kommandozentrale einer Panzerdivision. Ab 1946 waren etwa 400 Flüchtlinge im Schloss und im Park untergebracht. 1947 zog die Kreisberufsschule in das heruntergekommene Gebäude. Um das Schloss herum war der Ort Ahrensburg durch den Zuzug der Flüchtlinge und der Ausgebombten zu einer Stadt von 16.000 Einwohnern angewachsen. 1948 erhielt die Gemeinde die Stadtrechte und wuchs weiter. NEUER ANFANG IN SCHWIERIGEN ZEITEN Der Schlossverein unter der Leitung von Hans Schadendorff entschied 1948, wieder ein Museum einzurichten. Nach dem Auszug der Berufsschule 1954 konnte in kleinen Schritten die Eröffnung des Museums vorbereitet werden. Sie fand am 16.6.1955 statt. Bereits im Mai 1955 war die 1. Kastellanin, Frau Gertrud Skorsetz, eingestellt worden. Der Eintritt betrug DM 0,50 für Erwachsene und DM 0,25 für Kinder. In den folgenden Jahren haben viele Freunde und Besucher des Schlosses dazu beigetragen, dass es dem Schlossverein ermöglicht wurde, Außen- und Innenreparaturen vorzunehmen. Wertvolle Gemälde und Möbelstücke konnten zurückgekauft werden. 1967 verstarb Hans Schadendorff, der über 35 Jahre das Schicksal des Schlosses und seines Museums geprägt hatte. Mit dem Abriss des Torhauses 1960 begann auch außerhalb des Schlossparks eine große Umgestaltung des Ortskerns. Zwar blieb die barocke Anlage der Großen Straße erhalten, doch wurden die alten Bauern- und Instenhäuser nach und nach durch moderne Zweckbauten ersetzt. Ahrensburg entwickelte sich weiter, bot Investoren großzügige Gewerbeflächen an und konnte 1991 seinen 30 000. Bewohner aufnehmen. Mit erheblichen Investitionen wurden Schloss und Schlosspark verändert. Der innere Graben um das Schloss wurde wieder ausgehoben und somit beinahe der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt. 1992 wurde der Freundeskreis Schloss Ahrensburg gegründet, dessen Ziel es ist, mit Spenden und Eigenhilfe die Renovierung der Räume und einzelner Ausstellungsstücke voranzutreiben. 2004 wurde der Schlossverein in die Schlossstiftung umgewandelt. Im Schloss und im Park finden heute viele Veranstaltungen statt. Mit der Eröffnung des Marstalls und Erneuerung und Erweiterung der Reithalle bietet Ahrensburg seinen Bürgern und Besuchern ein schönes Kulturzentrum.
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